Papierschnitte


2 Große Weiße Schnitte F 1+6 und P 1+6
Ausstellungsansicht Haus Huth, Daimler Contemporary Berlin, 2010

 


Großer Weißer Schnitt, Figur I, frontal 1+6, 2001
6 Schichten, Papierschnitt , Bleistiftzeichnung
300 x 150 x 25 cm

 

 


ZARA BABY
, Installation – Atelieransicht, 2008
u.a. mit
Großer Schwarzer Schnitt, 2008
Transparentschnitt, 2007

 


1. und 2. Schicht, Aufbausituation

Großer Schwarzer Schnitt, Figur I 1~4, Maßstab 1:2, Längsmaße, 2008
6 Schichten, Papierschnitt, Buntstiftzeichnung
312 x 152 x 40 cm

 

 


4 Große Weiße Schnitte
(nach verschiedenen Modellen), 2006
je Schnitt: 6 Bahnen, von der Decke abgehängt
jeweils 350 x 150 x 200 cm
Ausstellungsansicht Kunstverein Neuhausen/F., 2006


Susanne, frontal 1 – 6,
2006
insgesamt 6 Bahnen, Papierschnitt, Bleistiftzeichnung
350 x 150 x 200 cm

im Hintergrund: Ginster, frontal 1 – 6, 2006

 

 


Papierschnitte, verschiedene Farben und Formate
Atelieransicht, 2002

 

Papierschnitte
Die Papierschnitte werden in Lagen und in einem definierten Abstand frei vor die Wand gehängt, beziehungsweise von der Decke in den Raum abgehängt. In den Papierschnitten thematisiere ich Linie, Schnitt, Schrift als Möglichkeiten des Zeichnens. Sie sind im Grunde genommen Negativformen die übrigbleiben, nachdem ich aus den Papierbögen, meinem vorgezeichneten Raster als Ordnungsprinzip folgend, Kreise herausgeschnitten habe. Die längste Spalte, die parallel zur seitlichen Papierkante liegt, schneide ich als erste aus. Die Durchmesser dieser Kreise stehen fest. Sie sind die Basisgrößen, aus denen die Kreise der folgenden Spalte hervorgehen, indem ich jeweils aus zwei Durchmessern den Zwischenwert berechne und somit einen neuen Kreis erhalte. Automatisch entfällt pro neuer Reihe ein Wert und es ergibt sich bei der Anordnung der Kreise als Grundform ein Dreieck.
So verfahre ich bei allen weiteren Bahnen. In den Schwarzen Schnitten werden die Schnittlinien der vorangegangenen Schichten auf den tieferliegenden mit Buntstiften nachskizziert. Jeder Schicht ist eine bestimmte Farbe zugeordnet.
Mit den Papierschnitten visualisiere, konkretisiere ich ein System. Dabei setze ich Zahlenwerte aus einer Thematik ein, mit der ich mich schon lange beschäftige: dem menschlichen Körper. Ich nehme am eigenen Körper Maß. Mittels Maßband, Rechner und Zirkel verknüpfe ich Daten meines realen Körpers im Maßstab 1:1 durch gängige Rechenverfahren und systematische Anordnungsprinzipien mit einem abstrakten Konzept. Mit der Fragmentierung und Transformation der realen Körpervolumina, mit der Aufgliederung in verschiedene Schichten sowie der Darstellung des Umfanges als Lücke bereite ich die Grundlage für das Ineinanderwirken von Körper und Raum. Die Bestandteile der Arbeit, die gestaltete Papieroberfläche wie der Raum zwischen den Flächen, bilden sich beide gegenseitig als Positiv und Negativ.

Die Werkgruppe der Papierschnitte entwickele ich seit Ende des Jahres 2000. Die Titel verweisen auf die Person, deren Maße Eingang in die Zeichnung gefunden haben und geben Auskunft über die Wahl der Ansicht, über die Anzahl der Messungen und die Formel zur Ermittlung der Durchschnittswerte.